Über die Bedeutung von Humus und Mikroflora.

 

Bewährte, fundierte, ökologische Lösungen liegen vor uns, wir sehen sie aber nicht – oder wollen wir sie nicht sehen?

Fakten zur Düngung: Bei jeder Ernte entnehmen wir etwas aus dem Naturkreislauf. Die Abfolge Blühen – Austrieb – Frucht – lässt wieder neues Leben entstehen. Wir brechen diesen Kreislauf und entnehmen die Frucht, um Korn, Kartoffeln, Trauben, Gemüse usw. für unser Leben zu haben. Wir stehlen so dem Boden elementare Mineralien und Stickstoff, die aber für die Pflanzen lebensnotwendig sind.

Deshalb hat man im Altertum eine Vierfelder Wirtschaft betrieben, wo sich durch die empirisch erkannte Pflanzenabfolge das Bodenleben erholen kann und Synergien nach den Gesetzen der Natur geschaffen wurden – einige Pflanzen lagerten Stickstoffknöllchen ein, die nächste ernährte sich davon und löste dafür Mineralien als Lebensbasis der nächsten Kultur auf.

 

Die MYKHORRHIZA – DER JOKER FÜRS BODENLEBEN

Die Mykorrhiza – das ist eine über 460 Millionen Jahre alte Symbiose aus pilzartigen Kleinstlebewesen und den Pflanzenwurzeln im Boden.

Wir kennen den Begriff Humus – aus der Werbung – was aber Humus ist, ist unbekannt. Er ist die Verbindung von Leben, Erde, dem Körper der Mykorrhiza.

Wo Mykorrhiza vorkommen, gehen sie eine Symbiose mit Pflanzenwurzeln ein, erschließen Nährstoffe, liefern sogar Abwehrstoffe.

Als einfaches Beispiel: ein Moos kann Granit, das härteste Gestein auflösen um Mineralstoffe für sein Leben zu gewinnen, natürlich ein Prozess im Nano-Bereich. Die Summe der in der Mykorrhiza gesammelten tierisch-pflanzlichen Symbiosen ist in der Lage das, was wir mit der Ernte aus dem Kreislauf nehmen, auszugleichen, und an die Pflanze weiterzugeben.

Allerdings muss auch die Mykorrhiza „gefüttert“ werden. Uni Prof. Graef hat in den 60iger Jahren dafür ein vollbiologisches System entwickelt, die Basis sind Traubenkerne – die mit einer speziellen Rotte aufgelöst werden, ohne die Inhaltsstoffe zu beschädigen. Im Kern liegt die Kraft des neuen Austriebs.

Mit dieser Fütterung in kleinsten Dosen beginnt die Mykorrhiza aktiv zu werden und löst Stickstoff aus dem Boden heraus, setzt die vorhandenen Mineralien in einem Übermaß frei und macht sie für die Pflanzen aufnahmefähig.

Darüber gibt es über 70 wissenschaftliche Abhandlungen, auch ganz neue. Und tausende Hektar, wo dieses System für die Landwirtschaft und den Weinbau seit Jahrzehnten erfolgreich eingesetzt wird, d.h. wo ohne mineralischen Dünger, ohne Stickstoff, gearbeitet wird – und beste Erträge für die Landwirte und Winzer gesichert werden.

Das Problem? Zum Verdienen gibt es kaum etwas, die Lösungen im Bereich Mykorrhiza  sind Cent-Geschäfte, wo im Vergleich von technisch chemischen Produkten mit hohen Preisen und hohen Spannen gearbeitet werden kann.

 

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