Es fehlen nur die Hinkelsteine!

Lutzmannsburg - Weinpanorama

Riesige Eichenwälder und ein kleines Dorf mit unbeugsamen Winzern – eine besondere Welt, die es wert ist entdeckt zu werden. Dieser Ort hat sogar seine Weingärten versteckt – vielleicht auch deshalb, um die Arbeit und Ergebnisse von Karl dem Fränker geheim zu halten.

Sie erreichen diese wundersam Insel – halt – bitte zuerst vergessen Sie alle Vorbehalte und Meinungen über das Burgenland – den See – das Pannonische Klima – die Ebene. Denn dort, wo wir Sie hinführen möchten, finden Sie Berge, Hügel, unendliche Wälder, Sonnenblumenfelder, die sich über die Hügel, Berge ziehen, und eben die Wälder mit dem dichten Eichenbestand – Lutzmannsburg.

Ü Diese ganz andere Weinwelt erreichen Sie über die Südautobahnabfahrt in Richtung Eisenstadt, dann Richtung Mattersburg und über den Sieggrabner Berg.

Sie werden es nicht glauben, die Landschaft ist fast wie vor Nizza an der Cote d´Azur: grüne Berge, über die eine breite Straße führt. Eine kurze Rast ist hier angebracht – es ist ein Erlebnis!

Dann bis zur Abfahrt Neutal über Oberpullendorf, wo in 12 km Entfernung Lutzmannsburg liegt. Vom Süden ist die Abfahrt auf der Höhe von Wiener Neustadt in Richtung Eisenstadt /Mattersburg und dann weiter wie beschrieben.

Lutzmannsburg - Weinpanorama

Die Dörfer am Rande des Weges sind mit Blumen geschmückt – vor jedem Fenster vor den Häusern, denn in diesem Gebiet des Mittelburgenlandes herrscht in jedem Ort eine Art Blumenwettbewerb.



 

 

360 Grad Impressionen

Bei Erreichen des Ortsschildes von Lutzmannsburg geht es in den Weinort, allerdings sehen Sie keinen einzigen Weinstock sondern einen liebevoll geschmückten langen Anger mit sattem Grün, eine mächtige Kirche und etliche Kaffee- und Gasthäuser.

Wo ist der Wein wirklich?

Einen kleinen blauen Kirchturm gilt es zu suchen! Nach der Straße, die zu diesem führt – und an diesem vorbei – öffnet sich eine der schönsten Weinregionen/Landschaften, die es gibt.

Lutzmannsburg - Weinpanorama

Dieser Anspruch klingt – wo es doch die Toscana, die Wachau, das Loire-Tal u.v.a. gibt – klingt wie die Übertreibung aus einem schlechten Prospekt. Aber für mich ist es so – ein südlich leicht geneigtes Hochplatteau bietet ein Panorama wie aus einem Film – der Blick vom Schneeberg bis zum Ötscher und tief in die Ungarische Tiefebene hinein.

Die pannonische südliche Welt – mit Wassertürmen, – Dörfern, einer großen Stadt – Szombathely! Wenn man den Kopf wieder um ein Leichtes dreht, zeigt sich wieder ein anderes Bild, nämlich das der Eichenwälder in Richtung Deutschkreutz – also 360 Grad Impressionen in einer Umgebung mit tatsächlich gepflegten Weingärten, dazwischen Pfirsichhaine und Sonnenblumen – es ist eine andere Welt.

Diese Welt bietet sich für ein Raderlebnis an: es ist möglich, eine Woche lang dieses Gebiet zu durchstreifen ohne einen Weg mehrmals zu nützen.

Lutzmannsburg - Weinpanorama

Wenn es diese Schlagworte nicht geben würde – “mit der Seele baumeln” u. ä., wäre alles viel leichter. Ein riesiges, fast unendliches, freundliches Panorama – das aus sich heraus beruhigend und erfreulich wirkt – ohne touristisch-synthetisches Beiwerk. Naja, mitten auf diesem Plateau haben die Winzer einen Hügel aufgeschüttet, um einen zusätzlichen Aussichtspunkt zu haben. Aber der wächst zu, und ich hoffe, dass keine Werbetafeln mit guten Angeboten von Tischlern oder Fleischern die Landschaft verunzieren wird.

Zum Weinbau: Karl der Große – Karl der Fränker, 768 bis 814, war einer jener großen Reformer, die zum Unterschied von heute auch etwas zuwege brachten. Er reformierte auch die Landwirtschaft und insbesondere dem Weinbau.

Eine Rotweinsorte wurde als besonders edel gefunden. Der heutige Name dieses Weines – Blaufränkisch – ist nach Meinung der Geschichtsforscher auf Karl den Fränker zurückzuführen.

Blaufränkischland - Weinpanorama

Allerdings gibt es viele Forscher und somit auch verschiedenste Begründungen. In alten Ampelographfien (Sortenkunden) hat man es sich besonders einfach gemacht: Der Sylvaner, der Blaufränkisch und viele andere Weine hatten ihre Heimat laut diesen “Gelehrtenmeinungen” in Transsylvanien. Deshalb muss auch Graf Dracula ein Großwinzer gewesen sein…

Text: Sepp Baldrian

Marktgemeinde Lutzmannsburg
A-7361 Lutzmannsburg – Neustiftplatz 1
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